Brexit

Vier Jahre seit dem Brexit: Wo stehen wir jetzt?

Kelsey Vierkant
Kelsey Schenk
Marketing-Beauftragter

Es ist vier Jahre her, dass das Vereinigte Königreich beschlossen hat, die Europäische Union zu verlassen. Die Verhandlungen laufen noch immer, aber eine schnelle Einigung scheint nicht in Sicht. Werfen wir einen Blick darauf, wo wir derzeit stehen.

Die Stimmung im Vereinigten Königreich

Auf der einen Seite gibt es den großen Wahlsieg von Boris Johnson, der auf eine breite Unterstützung für den Brexit im Vereinigten Königreich schließen lässt. Auf der anderen Seite gibt es deutliche Signale, dass ein sehr großer Teil der Bürger des Vereinigten Königreichs lieber in der Europäischen Union bleiben würde.

Mercury News berichtet:

Laut dem European Social Survey (ESS), einer paneuropäischen Umfrage, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, gaben 56,8 % der Befragten in Großbritannien an, dass sie für den Verbleib in der Union stimmen würden - ein Anstieg von 49,9 % bei der letzten Umfrage im Jahr 2018. Die jüngste Umfrage zeigt, dass von den Befragten in Großbritannien 34,9 % für einen Austritt stimmen würden und 8,3 % sagten, sie würden gar nicht abstimmen.

Die Stimmung in der Europäischen Union

Die gleiche Umfrage zeigt eine starke Unterstützung für die Europäische Union innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Es sieht so aus, als ob die EU-Bürger keinen Wunsch haben, die Europäische Union zu verlassen.

Mercury News berichtet:

Die jüngste Umfrage unter 26 Ländern, von denen vier keine Mitgliedsstaaten sind, zeigt einen Anstieg der Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft, was darauf hindeutet, dass Spekulationen, andere Länder würden dem Vereinigten Königreich schnell folgen und die Union verlassen, möglicherweise unbegründet sind.

Von den 19 Ländern, die sowohl an der letzten als auch an der vorangegangenen ESS teilgenommen haben, verzeichneten alle EU-Mitgliedstaaten einen Anstieg der Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. In Norwegen und der Schweiz, die keine Mitgliedsstaaten sind, gab es kaum Veränderungen.

Der Stand der Verhandlungen

Im Moment sieht es nicht sehr gut aus. Die Verhandlungen stecken immer noch fest und es gibt nicht viel Bewegung. Vertreter der Europäischen Union haben sich besorgt über die mangelnde Bereitschaft des Vereinigten Königreichs geäußert, konstruktive Verhandlungen auf der Grundlage der politischen Erklärung zu führen, auf die sich beide Parteien im vergangenen Jahr geeinigt hatten. Die politische Erklärung sollte den Rahmen für das Abkommen bilden, das derzeit verhandelt wird. Während der letzten Verhandlungsrunde schien Boris Johnson sehr wenig kompromissbereit zu sein. Das Ergebnis könnte ein No-Deal-Brexit am Ende dieses Jahres sein.

Es gibt immer noch einige sehr große Themen, bei denen sich beide Parteien schwer tun, sich zu einigen. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Themen.

Fischereirechte: Die Europäische Union will einen fairen Zugang zu den britischen Gewässern für ihre Fischer. Die Antwort des Vereinigten Königreichs darauf ist, dass die britischen Fischer für den Brexit gestimmt haben und dass ihre Sichtweise respektiert werden sollte. Das kommt bei den Unterhändlern der Europäischen Union nicht gut an.

Streitschlichtung: Selbst wenn ein Handelsabkommen zustande kommt, wird es Streitigkeiten geben. Beide Parteien tun sich schwer damit, sich darauf zu einigen, wie Streitigkeiten in einem zukünftigen Handelsabkommen gelöst werden sollen und welches Recht gelten würde.

Bestimmungen über gleiche Wettbewerbsbedingungen: Die Europäische Union möchte Bestimmungen in dem Handelsabkommen haben, dass sowohl die Europäische Union als auch das Vereinigte Königreich sich nicht gegenseitig unterbieten, wenn es um Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards geht. Die Europäische Union versucht, EU-Recht zum Standard zu machen, den es zu erfüllen gilt, aber das Vereinigte Königreich lehnt dies ab. Sie scheinen einen minimalistischen Ansatz zu suchen, was auf Pläne hindeuten könnte, die Standards in Zukunft zu unterbieten.

Vorbereitung auf den Brexit

Die Bedrohung durch einen No-Deal-Brexit macht es für Unternehmen immer noch schwierig, sich effizient vorzubereiten. Klar ist, dass es Zollkontrollen und neue Import- und Exportverfahren für den Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich geben wird. Die Zollbehörden auf beiden Seiten bemühen sich, genügend Mitarbeiter einzustellen, um die steigende Zahl der zu bearbeitenden Dokumente und der durchzuführenden Kontrollen zu bewältigen.

Es gibt immer noch Befürchtungen über Verzögerungen an der Grenze aufgrund von Personalmangel, besonders auf der Seite des Vereinigten Königreichs. Unternehmen auf beiden Seiten müssen sich immer noch auf ein Worst-Case-Szenario vorbereiten. Es hat lange gedauert, bis Klarheit darüber herrschte, wie die neue Normalität nach dem Brexit aussehen wird, und es sieht so aus, als könnte es noch eine Weile dauern.

Customs Support ist bereit

Customs Support ist auf jedes Ergebnis der Verhandlungen zum Handelsabkommen vorbereitet. Unsere Büros sind mit geschultem und erfahrenem Personal besetzt. Wenn Sie Fragen zum Import oder Export von Waren haben, kontaktieren Sie einen unserer Experten. Um über den Brexit auf dem Laufenden zu bleiben, können Sie unserer Brexit-Support-Seite und unserer Unternehmens-Linux-Seite folgen. Wir halten Sie über Entwicklungen auf dem Laufenden, die sich auf Ihre Handelsströme auswirken können.